Künstler:
Urs Bratschi
Urs Bratschi lebt seit 2014 mit Parkinson. Seit 2021 ist er künstlerisch tätig.
Interview mit Urs Bratschi
Motivation & Hintergrund
Warum hast du mit der Kunst begonnen?
Ich habe Pasta gemacht, bunte mit Mustern. Das fasziniert mich enorm. Dass es Kunst ist, haben mir meine Freunde gesagt – ich war mir dessen gar nicht bewusst.
Welche Rolle spielt die Kunst in deinem Leben?
Fast jede freie Minute verwende ich für meine Kunst. Ich finde es unheimlich toll, etwas Schönes herzustellen. Wenn jemand anderes auch Freude daran hat: grossartig!
Was bedeutet sie dir im Umgang mit Parkinson?
Wahrscheinlich würde ich keine Kunst machen, hätte ich kein Parkinson. Parkinson ist ein Teil von mir, wie meine Kunst auch. Es sind beides Aspekte, die mich ausmachen.
Was möchtest du mit deiner Kunst erreichen?
Dass meine Pasta eines Tages im MoMA in New York ausgestellt wird. Was mir aber wichtiger ist und auch realistischer: andere Menschen damit zu berühren.
Was gibt dir die künstlerische Tätigkeit persönlich?
Sie ist mein Lebensinhalt.
Wen möchtest du mit deinen Werken ansprechen?
Menschen, die von meiner Kunst fasziniert sind.
Was möchtest du anderen Betroffenen und Angehörigen mit auf den Weg geben?
Meine Vision ist, dass, wenn jeder die Welt nur ein ganz wenig besser machen würde (es bräuchte für den Einzelnen wirklich nicht viel), weltweit eine enorme Energie freigesetzt würde. Nun machen das viele nicht oder machen die Welt eher schlechter – zu ihrem persönlichen Profit. Das heisst jedoch nicht, dass ich das in meinem Umfeld trotzdem machen kann. Vielleicht schaffe ich es, andere ebenfalls mit dieser Idee anzustecken.
Was ist DEINE persönliche Botschaft?
Du hast nur ein Leben! Mach etwas daraus – mit Parkinson erst recht! Was es ist, ist egal – mach einfach etwas, womit du Erfüllung findest. Nicht morgen, sondern jetzt!


