Künstlerin:
Karin Beryl Aschwanden
Karin Beryl Aschwanden. Sie lebt seit 2013 mit Parkinson und ist seit 2015 künstlerisch tätig.
Interview mit Karin Beryl Aschwanden
Karin, warum hast du mit der Kunst begonnen?
Ich liebe das Malen – Farben, Bilder… und die Fotografie. Momente festhalten. Das Schöne im Gewöhnlichen entdecken. Wasser, Bewegungen. Mein Grossvater hat wunderschön gemalt und mit Ton modelliert – das hat mich schon früh fasziniert.
Welche Rolle spielt die Kunst in deinem Leben – besonders im Umgang mit Parkinson?
Sie ist Ablenkung. Und noch viel mehr. Beim Malen oder Fotografieren bin ich ganz im Moment. Da zählt nur das Bild.
Was möchtest du mit deiner Kunst erreichen?
Ich möchte Menschen Freude bereiten.
Was gibt dir die künstlerische Tätigkeit persönlich?
Ich freue mich über jedes gelungene Bild oder Foto. Dieses Gefühl ist unbezahlbar.
Was möchtest du anderen Betroffenen und Angehörigen mit auf den Weg geben?
Träume nicht dein Leben – lebe deinen Traum. Lebe im Hier und Jetzt. Schiebe nichts auf, was du heute machen kannst.
Deine persönliche Botschaft?
Freue dich an kleinen Dingen und Momenten. Ein Lächeln. Ein gutes Gespräch. Frischer Wind auf der Haut. Der Geruch von nassem Asphalt nach einem Gewitter. Eine kleine Blume zwischen Gehsteig und Strasse.
So habe ich jeden Tag viele kleine Highlights.
Und ja:
Das Leben ist schön – sogar mit Parkinson.

